// TC Sankt Pauli

Rhede - Sandplatzgötter 7-2

Vieles war anders, einiges aber auch verdammt vertraut beim zweiten Saisonspiel der Sandplatzgötter. Beispielsweise ist, wenn jemand für uns punktet, der Nachname im Spielbericht immer gleich. Es geht schon das Gerücht um, dass die irgendwie verwandt sind.

Jurassic Park Rhede
Jurassic Park Rhede

Aber beginnen wir doch bei den Rahmenbedingungen. Die waren grundsätzlich anders im Vergleich zu unserem ersten Spiel gegen Bocholt. Erstens um die 20 Grad Celcius mehr auf dem Tacho als beim 7-Grad-Saisonauftakt, zweitens ein Auswärtsspiel. Drittens hatten wir den Zille erst gar nicht mitgenommen. Einerseits eine Schwächung, andererseits wissen aufmerksame Leser unserer Spielberichte der vergangenen Jahre:  Bei Temperaturen wie unter „Erstens“ beschrieben, ist Zille eh nur bedingt verteidigungsfähig.
Also ohne „Zwei“ ab  zur Anlage des TC Grün-Weiß Rhede. Und Leute, DAS ist mal eine Anlage. Tres chic, wie der Niederrheiner es formulieren würde. Und tres außergewöhnlich.
Neben den normal vor dem Clubhaus aufgereihten Plätzen, die am Spieltag von 2 Damenmannschaften belegt wurden, haben die Rheder noch diverse einzeln liegende Plätze verstreut in einem Areal mit Nationalpark-Charakter liegen. Oder Jurrasic-Park. Alles top gepflegt, kein Ästchen oder Blatt auf dem Tennisplätzen, aber beim Wandern zwischen den einzelnen Plätzen beschlich uns doch immer wieder das mulmige Gefühl: „Einmal falsch abgebogen und du landest entweder im Braunbären- oder Raptoren-Gehege.“
Hänsel und die Sandplatzgötter verirrten sich im Wald…

Mehrere Spiele gleichzeitig zu verfolgen war also ein Ding der Unmöglichkeit, Kilometer fressen war auch als Zuschauer angesagt.

Auf dem Platz agierten in der ersten Runde Pauli , Old Daddy und der für Zille in die Einzel-Aufstellung gerückte Doppel-Janker für uns. Old Daddy ist in diesen Tagen irgendwie vor allen Dingen mit seinen eigenen Schlägen beschäftigt, guter Gegner obendrauf und das wird dann schnell eine glatte Niederlage. Wurde es auch – 2 und 2.

Überleben im Wald: Alles Kopfsache!
Überleben im Wald: Alles Kopfsache!

Auch Janker hatte im ersten Satz wenig zu melden. Nach selbst verordnetem Kopf ausschalten lief es dann im zweiten Satz besser, mit 5-7 aber leider ohne Happy End.

Aber der Pauli! Dem hatten die Rheder eine LK 8 vor die Nase gesetzt. Eigentlich eine Aufgabe, die nicht nur für ihn, sondern für uns alle eher schwierig zu lösen gewesen wäre.

Alkohokonsuml & Pauli - eine teuflische Kombination
Alkohokonsuml & Pauli – eine teuflische Kombination

Allerdings hatte Gegner Tim durch konsequentes Nachspielen der schönsten Szenen aus „Leaving Las Vegas“ am Vorabend seine Spielstärke dankenswerterweise temporär auf ein erträgliches Maß herunter getrunken.

Für einen Mann in seinem Zustand war das Spiel vom Pauli, das jetzt nicht gerade darauf aufgebaut ist direkt mit dem zweiten Schlag den Punkt zu machen, mindestens so sehr Gift  wie die letzten 3 bis 33 Getränke des Vorabends. Irgendwann erlahmte seine Gegenwehr und Pauli konnte den Matchpunkt für uns einfahren.

Ein wenig besser vorbereitet war dann unglücklicherweise für den Schwelli zum Auftakt der zweiten Runde die Nummer 1 des Gegners. Wobei der spielerisch eh so stabil wirkte, dass Zweifel bestehen, ob ein paar Spirituosen den Ausgang der Partie entscheidend beeinflusst hätten. Immerhin gelang Schwelli erneut das Ehrenspiel, was zeitgleich Ennatz bei seiner perfekten Annäherung an Tomas Berdych leider verwehrt blieb.

Aber wir haben ja nicht nur einen Pauli auf dem Meldebogen, sondern mit Pauli II auch noch den Mann in der Hinterhand, der uns beim Saisonauftakt vor der absoluten Demontage bewahrt hatte. Diesmal brachte er uns mit seinem glatten Zwei-Satz-sieg sogar in die Verlängerung namens Doppel. 3 Matchpunkte bisher in dieser, 3 Siege durch die Paulis – warum gibt es eigentlich nur zwei davon?

Aber immerhin – die Doppel waren diesmal für den Ausgang der Begegnung bei 2 -4 Zwischenstand aus unserer Sicht nicht bedeutungslos.
Wirklich viele Chancen, da die ganz große Wende zu schaffen, rechneten wir uns allerdings nicht aus.
Positiv: Wir sind ganz offensichtlich voll die Experten, was solche Einschätzungen angeht.
Negativ: Alle 3 Doppel gingen verloren. Die von Pauli/Old Daddy und Ennatz/Pauli II kurz und schmerzlos  und das von Janker und Schwelli auf die harte Tour, als Schwelli in der entscheidenden Phase des Matchtiebreaks zu einer fast perfekten Kopie der schönsten Überkopfbälle von Novak Djokovic aus dem Jahre 2009 ansetzte.

2 zu 7 also.  Die zweite klare Niederlage im zweiten Spiel. Aber HEY, erkennt ihr nicht diese klare Tendenz? Im ersten Spiel einen Punkt geholt, im zweiten schon zwei…
Unserer Rechnung nach müssten wir gegen Saisonende geradezu rauschhaft über unsere Gegner hinweg fegen! Mehr noch: Wenn es eine Rückrunde geben würde (HALLOOO, TVN!!!), könnten wir immer noch raketengleich  Richtung Tabellenspitze durchstarten. Wir sind also wie immer eigentlich nur ein Opfer der Umstände! 😉

Die nächste Gelegenheit diesen zu trotzen haben wir direkt HEUTE! Heimspiel gegen Lohberg. Wir fangen diesmal sogar schon um 12.00 Uhr an. Weil der frühe Vogel den Wurm fängt. Oder vielleicht auch, weil heute Abend Pokalfinale ist…

DEIN SENF:

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