Sandplatzgötter? ONE POINT!

Sandplatzgötter vs. TuB Bocholt: Aber sowas von 1 zu 8!

Okay….Also um unser Selbstvertrauen nicht schon nach dem ersten Spieltag ins Bodenlose versinken zu lassen beginnen wir direkt mal mit dem „hätte-hätte-Fahradkette“-Teil dieses Spielberichts:

Ja, wir haben es in 4 Matchtiebreaks geschafft. Und JA, wenn wir diese Tiebreaks ALLE zu unseren Gunsten entschieden hätten, dann hätten wir wieder unseren grandiosen und aufregenden Plot zu knappen 5zu 4 Siegen aus der letzten Saison für  diese Zusammenfassung aus der Schublade holen können.

Der bleibt aber vorläufig unter Verschluss. Weil wir leider nicht einen dieser Tiebreaks für uns entschieden haben. Böse Zungen könnten natürlich behaupten, dass das dann auch kein Zufall mehr ist. Auf dem Auge sind wir aber taub.

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Den Ball hat der Zille erwischt, Beim nächsten sind wir uns schon nicht mehr komplett sicher 😉

Apropos Ohren. Die mussten Schwelli und Zille in ihren Einzeln an den vorderen Positionen schön anlegen, denn Jan und Jonas aus Bocholt fegten relativ ungebremst über sie hinweg. Nach dem 0/6 2/6 vom Zille auf dem Centercourt übernahm der Schwelli den verlorenen Posten. 0/6 1/6. Bitte! Danke!

Wer es  vorher noch nicht mitbekommen hatte weiß jetzt:  Oben wird es in dieser Saison und in dieser Liga unverhältnismäßig schwer für die Götter zu punkten.  Hätten wir mal doch die Anzeige auf FB geschaltet und nach spielfreudigen Dreißigern mit mindestens einem ATP-Punkt gesucht. Oder dieses Angebot vom total netten Herrn aus Österreich angenommen, uns „RB Sandplatzgötter“ zu nennen. Aber nein, wir brauchen ja unbedingt einen Mannschaftsrat!^^

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Sandplatzgötter: One Point! Und der kam von Pauli II

Egal, wir hatten ja noch unseren in der Vergangenheit so punktefreudigen Mittelbau und der heißt bei den Göttern komplett „Pauli“.  Unsere ungeschlagene Medenspiel-Maschine an 3 und an Position 4, der durch den winterlichen Einsatz im Münsterland Wettkampf-gestählte Pauli II. Was sollte da schon schief gehen?
Bei Pauli II tatsächlich gar nichts. 6/1 6/1 , praktisch ohne Durchhänger locker durchgespielt. Sauber.
Bei Pauli I dagegen war nix mit locker durchspielen und das aus Gründen.

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Verschwommene Erinnerung: Ach so sieht das aus, wenn man ein Medenspiel verliert.

Denn unser Punktegarant hatte den Winter über Rücken. Und das nicht in der lockeren “jaja, man wird nicht jünger, gib mal Salbe“-Variante, sondern richtig heftig medizinisch mit Krankenhaus und so.  Kurz gesagt: „Man darf jetzt noch nicht zu viel erwarten“, „Vor 6 Wochen war noch gar nicht klar, ob ich hier spielen kann“ oder auch „ Leider konnte ich auf dem Platz noch nicht so viel arbeiten wie nötig“ sind 2016 keine exklusiven Lisicki-Statements mehr, sondern lassen sich mit Fug und Recht auf unsere Nr. 3 anwenden.  So kam es wie es kommen musste: Hatte sich Pauli in den letzten Saisons immer noch Houdini-mäßig aus engen Matchsituationen befreit und am Ende gekontert, machte das Konglomerat aus eigenem Körper, Platzverhältnissen und aggressiver Gegner mit Schlägen im Magnus-Larsson-Look diesmal einen Strich durch die Rechnung. Niederlage im Matchtiebreak, Pauli hat nach drölfzig Jahren ein Medenspiel verloren. Wenn „Tennis Integrity“ hier jetzt nicht ermittelt, wissen wir auch nicht mehr. Für Pauli und die Götter aber mittelfristig entscheidender: Der Rücken hat das Match ganze gut überstanden. Wir sind ja so bescheiden geworden 😉

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Kampf bis fast zum Krampf: Ennatz

Jetzt hätten wir schon mindestens einen Sieg an den hinteren Positionen einfahren müssen, um die Tagesentscheidung wenigstens kurzfristig nach hinten in die Doppel zu verschieben.
An Position 6 sah es bei Ennatz auch lange gar nicht schlecht aus, denn er lieferte seinem Gegner einen Kampf auf Biegen und Brechen. Leider bog sich auch sein eigener Körper mit fortschreitender Matchdauer mehr und mehr Richtung der konditionellen Sollbruchstellen und sein Gegner Thomas konnte  gewisse unübersehbare Fitness-Vorteile in einen Sieg im Matchtiebreak ummünzen.

Hupps, schon 1-4. Old Daddy war also schon unsere allerletzte Patrone im Einzel-Gürtel. Jan, der Spitzenspieler der Bocholter, konstatierte unserem Oldie in der Einspielphase auch von der Terrasse aus  „gut aussehende Schläge“. Nun, der Jan hatte (und das als Trainer) halt vorher ein knappes Stündchen lang die Schläge vom Schwelli studieren müssen  – da wird man genügsam.  Aber trotzdem! 😉

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Klasse Haltungsnoten: Old Daddy

Leider haben wir dann nachher auf dem Spielberichtsbogen nicht die Spalte mit den „gut aussehenden Schlägen“ gefunden – vielleicht hätten wir das unter „besondere Vorkommnisse“  vermerken sollen. Beim Ergebnis stand dann jedenfalls ein 3/6 2/6.  Und damit eine weitere Variante des Scheiterns, die unsere Niederlage schon nach den Einzeln besiegelte.

Doppel haben wir natürlich trotzdem gespielt. Und unsere ausgefuchste Taktik („Nee, auf dem Platz will ich nicht noch mal spielen“ – „Okay, dann gehst du ins dritte Doppel!“) hat uns dann auch tatsächlich noch in zwei weitere Match-Tiebreaks geführt. Erfolg: Siehe oben.

Endlich mal im Bild: Die ganze Kohle, die wir von TWE bekommen.
Endlich mal im Bild: Die ganze Kohle, die wir von TWE bekommen.

Nach dem anschließenden Grillen wären die Bocholter jederzeit bereit gewesen, uns für die gastronomische Versorgung ihrer eigenen Heimspiele zu verpflichten.  Abwerbeversuche für den spielerischen Bereich fanden eher nicht statt.  Keine Ahnung, warum… 😉

Aber hey, HEUTE  geht es zum Auswärtsspiel nach Rhede und da kann schon alles ganz anders laufen. Die haben eine wirklich landschaftlich sehr schön gelegene und bepflanzte Anlage. Und sehr gute Spieler. Mal sehen, auf welchen dieser beiden  Aspeket sich unser nächster Spielbericht vorrangig inhaltlich beziehen wird. Vorsorglich schlagen wir jetzt schon mal den Plural von Rhododendron nach… 😉

DEIN SENF:

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